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2001, 2002

Lerkqumandrehts

Die Geschichte vom fliegenden Staubsauger

Die Geschichte vom Flugnashorn

 

Dingsbums

Das fliegende Telefon

Die Geschicht von der drehenden Wand


2003

Die Geschichte vom Nashorn im Auto

Die Geschichte vom laufenden Straßenlaternenpfahl

Die Geschichte vom Gespenst, das Flügel hatte

 

Die Geschichte vom lesenden Schlüssel

Die Geschichte vom schreibenden Auto

Die Geschichte vom wandernden Teppich

 

Die Geschichte vom lachenden Schreibtisch

Die Geschichte von Chamäleon Sebastjan

Die Geschichte vom Schornstein, der ins Kino ging!

 

2004

Die Geschichte vom jonglierenden Fenster

Ein Gedicht für...

 

Die Geschichte von der Fensterbank, die Klavier spielte!

 

Die Geschichte von den Briefmarken sammelnden Figuren

 

Die Geschichte vom Einrad fahrenden Bügeleisen


2005

Das durchgedrehte Formular

Das verrückte Regal

 

Die haushaltende Tapete

Das Auto, das seinen Geist aufgab

 

 

 2006

Die Geschichte von der tanzenden Palme

 

 Das Mäusegedicht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lerkqumandrehts


Es lebte einmal ein Schraubenschlüssel in einem ganz bezaubernden Tal! Das besondere an diesem Schraubenschlüssel war, daß er sprechen konnte. Dieser Schraubenschlüssel hieß Lerkqumandrehts.

Und dieser Lerkqumandrehts hatte die besondere Eigenschaft, Leuten die Schrauben einfach kaputt zu machen.

Dieser Schraubenschlüssel Lerkqumandrehts schlich, wenn man ihn suchte, und er sich versteckt hatte, heimlich davon. Er machte sich aus dem Tal, wo er wohnte, so schnell er nur irgendwie konnte - natürlich ohne vorher gesehen zu werden - aus dem Staub.

Eines Tages jedoch kam er zu einem Haus, wo er beschloss, so lange zu bleiben, bis er gefunden wird und dann sowieso ins Tal zurück muß.

Aber es geschah nichts. Die Tage vergingen, ohne daß Lerkqumandrehts von jemandem gefunden wurde.

Und dann wurde es dem Schraubenschlüssel Lerkqumandrehts endgültig zuviel. Er ging wieder ins Tal zurück, wo er her kam!

2002

 

 

 

Die Geschichte vom fliegenden Staubsauger

 

Es lebte einmal eine Familie in einem sehr vornehmen Schloß. Dieses Schloß war auch sehr altertümlich, und sehr eigenartig.

Diese Familie hatte alles, was sie so brauchte, bloß  e i n  Problem hatten sie: Es war nänmlich so, daß diese Familie Kinder hatte, und das jüngste so schön war, daß man es nicht beschreiben konnte.

Eines Tages ging der Vater auf Reisen und fragte zuerst seine jüngste Tochter, was mitzubringen wäre. Die anderen Töchter waren schon längst aus dem Haus weggezogen.

Die jüngste Tochter sprach: "Vater, wenn Du einem Mann begegnest, frage iohn bitte ob er mit Dir kommen möchte. Es muß aber kein bestimmter sein."

Daraufhin machte sich der König auf den Weg, um die Besorgungen schnell erledigen und seiner jüngsten Tochter einen Mann besorgen zu können bevor sie sich noch Sorgen machte. Das passierte nämlich häufig. Als dann der Vater nach Hause kam, freute sich die jüngste ganz doll, denn es war ihr klar, daß ihr Vater ihr einen Mann mitbringen wird, denn er hat es ihr ja immerhin versprochen.

Ob er das auch wirklich eingehalten hat oder ob das ein Scherz war?

Als, wie schon gesagt, der Vater zurückkam, hatte er, wie versprochen, einen ganz netten Mann mitgebracht. Das besondere an dem netten Partner aber war, daß er sich des nachts in einen fliegenden Staubsauger verwandeln konnte! Die Tochter des Königs wunderte sich sehr darüber. "Was der Mann so alles kann - unglaublich!"

Naja, jedenfalls konnte der Gatte der Tochter ziemlich viel und deshalb mußte sie jetzt auch nie wieder etwas alleine machen, weil sie ja einen Mann hatte.

Jedenfalls war das so, bis sie verheiratet waren. An einem Abend nach der Hochzeit, sie hatten mehrere Hochzeiten, war der Mann verschwunden! Aber dann kam er als fliegender Staubsauger wieder. Zwar wunderte sie sich, doch dann begriff sie rasch, daß es nur ihr Mann sein konnte!

2002

 

 

 

Die Geschichte vom Flugnashorn


Es lebte einmal eine Familie in einem Hotel. Diese Familie konnte zaubern und hexen! Zu dieser Familie gehörten folgende Personen: Ein Schaf, ein Esel, vier Katzen, ein Känguru, ein Hahn und - was komisch ist - ein buntes Flugnashorn.

Eines Tages war das Flugnashorn verschwunden! Und dann sah der Rest der Familie es über das Hotel fliegen. Seitdem heißt das Nashorn, das sich Schneckenobertümer nannte, Flugnashorn.
Eines Tages traf dieses sogenannte Flugnashorn eine sonderbare Frau. Da hat das Nashorn sehr gestaunt,, denn dieses sonderbare sogenannte Flugnashorn war noch nie zuvor einer Frau begegnet, und schon ganz und gar nicht einer, die - wie sich herausstellte - eine Fee war.

Und diese Fee, ob ihr es glauben wollt oder nicht, also diese sogenannte Fee fragte das sogenannte Flugnashorn Schneckenobertümer, ob er sie heiraten wolle. Natürlich willigte das Flugnashorn Schneckenobertümer sofort ein.

Und schon bald wurde eine prächtige Hochzeit gefeiert, die, man höre und staune, zwanzig Jahre lang gedauert hatte, wenn dann sogar noch etwas über ein bischen länger noch. Kaum vorstellbar!

Aber es war so.

Und eines Tages kam ein Riese und fragte die Fee, was sie so für Wünsche habe. Sie brauche nur ihre Wünsche ausszusprechen und er gäbe ihr dann alles, was sie sich wünsche.
Sie fand es schwer, sich etwas zu wünschen, das heißt, sie wußte nicht, was sie sich wünschen sollte und deshalb entschied sie, sich einen schönen Hut kaufen zu können.
Sie bekam den Hut und von da an war alles in bester Ordnung.

Und was war mit dem Schneckenobertümernashorn? Das ist eben einfach so um die Ecke geflitzt und am Ende doch noch gefunden worden.
Und dann zeigte das schneckenobertümliche Schneckenobertümerflugnashorn, was ein echtes Monster war, also ein schneckenobertümliches Schneckenobertümerflugnashornmonster, wie schnell man flitzen konnte!

UND DIE MORAL VON DER GESCHICHT:
ERST SCHNELL UM DIE NÄCHSTE ECKE BIEGEN bzw. DIE NÄCHSTE KURVE KRATZEN UND DANN GEFUNDEN WERDEN LOHNT SICH NICHT!


2002

 

 

 

Die Geschichte vom Wesen in der Hose

 

Es war einmal ein Wesen, das lebte in einer katholischen Hose. Diese Hose hatte Fenster und Türen.

Am nächsten Tag hatte das Wesen Blauknopf Geburtstag. Das Wesen Blauknopf wurde zwanzig Jahre alt. An diesem Tag wuchs die Hose und wurde breiter.

Zu seinem Geburtstag war ein gelbes Monster eingeladen. Plötzlich passierte etwas unerwartetes: Bei Blauknopf wurde randaliert!

"Was soll das denn nun schon wieder?" denkt sich der Blauknopf verwirrt. Doch ganz plötzlich verschwand der randalierende Mann. Eines Abends jedoch kam er wieder und randalierte, was das Zeug hielt.

"Wer bist Du denn?" fragte der Blauknopf den Fremdling. "Wer ich bin, das fragst Du noch?" sagte der Fremdling überrascht und empört zugleich.

Der Blauknopf wunderte sich. Woher sollte er denn wissen wer er war? "Ich bin der Randalierer Bessertunichtgut, falls Du das meinen würdest", sagte es hinter Blauknopfs Nase.

Blauknopf wunderte sich sehr darüber. Vielleicht wundert er sich heute noch, wenn er es nicht herausgefunden hat versteht sich natürlich!

2001

 

 

 

 

 

Der wandelnde Brief

Es war einmal ein Brief, der wandelte nur so durch die Nacht. Dieser Brief war eigentlich ein ganz gewöhnliches Malblatt! Auf dem Brief stand: "Ich will von hier ganz verschwinden, ade. Was sage ich jetzt? Soll ich etwa heimlich abhauen?"

Kaum ging der Brief aus dem Haus, folgten ihm die Stifte nach. "Was soll denn das? Wer verfolgt mich denn andauernd so un-auffällig wie irgend möglich? Es ist zum Kotzen. Dauernd gerät man in die Falle", denkt der Brief verzweifelt! "So was Dummes kann auch nur mir passieren.

Ach ja, es kann ja auch nicht immer alles gut gehen, oder doch?"

So wanderte der Brief Tage und Nächte lang durch die Welt. Da begegnete ihm eines Tages ein Anspitzer.

Der Anspitzer fragte den Brief: "Was möchtest du denn von mir?"

"Spitz die Stifte an, damit sie mich in Ruhe lassen!"

"Wo sind die Stifte denn hin?"

"Das weiß ich nicht", sagte der Brief.

Plötzlich tauchten die Stifte aus der Dunkelheit auf.

"Ich werde euch lehren den Brief zu ärgern!"

So und andere Sachen sagte der Anspitzer zu den Stiften.

Die Stifte sind sehr niedergeschlagen.

Die Stifte laufen so schnell sie können weg. Und wenn sie nicht geschrumpft sind, dann laufen sie heute noch so schnell wie vorher!

 

Und die Moral von der Geschicht: Leute verfolgen lohnt sich nicht!

2000

 



Dingsbums

Ich habe im Park einen Mann getroffen, der hieß Dingsbums. Dieser Dingsbums hatte ein blaues T-Shirt an, trug gelbe Schuhe, hatte eine pinkfarbene Hose an und sagte mir, daß er einen Freund hat, der Hatschi hieße.

"Warum schreibst Du nicht weiter?" fragte Dingsbums. "Glaubst Du, daß die Geschichte den anderen nicht gefallen wird?"

2002

 

 



Das fliegende Telefon

 

Es war einmal ein Telefon. Das besondere an diesem Telefon war: Es konnte fliegen! Das können viele Telefone nicht.
Eines Tages flog das Telefon über das Dache eines Heizungsbeamtengebäudes. Und dort machte es erstmal Pause bis es jemand abholen kommen wüde. Dieser Jemand war ein Stecker vom Fernseher. Das Telefon war so verblüfft, daß ihm erstmal die Luft ausging. Pfffffffff.
Das fand der Stecker wiederum so lustig, daß er dann einen Funkwecker verständigte und dieser sofort den nächstgelegenen Wäschetrockner holte! Der lief so schnell, daß er vor lauter Schreck gleich die ganze Wäsche verlor.

Die Wäsche flog auf das Telefon, das Telefon flog auf den Stecker und dieser fiel aus der Leiste im Wohnzimmer!
Als das fliegende Telefon das erfahren hatte, fragte es sich, ob es auch so handeln könnte. Dann dachte es aber daran, wie schlimm es sein müsse, nicht mehr benutzt zu werden. Seitdem sind der Stecker, das Telefon und der Wäschetrockner immer zusammen und sie verstehen sich auch sehr gut. Man kann schon sagen, sie verstehen sich ausgezeichnet!

2002

 

 



Die Geschichte von der drehenden Wand

 

Es war einmal ein Mann, der hatte eine Frau und ein Kind. Dieses Kind war gerade mal ein Jahr alt. Eines Tages - das war an dem zweiten Geburtstag des Kindes - kam ein Mann, der wollte mal wissen wie es den Eltern so ginge.
Bei den Eltern des Kindes ist es so lustig, weil sie nicht wissen, ob ihr Kind ein Junge oder ein Mädchen ist!
Deshalb machte der Mann auch ein etwas komisches Gesicht, als sie ihm dies erzählten. Der Mann konnte sich nämlich nicht vorstellen, daß die eigenen Eltern nicht wissen, ob ihr Kind ein Junge oder ein Mädchen ist.
Als sie in ihr drittes Lebensjahr kam, war den Eltern klar, daß sie eine Tochter hatten! Diese wuchs mit ihren drei Jahren sehr schnell heran. Sie wurde größer und größer je älter sie wurde.
Eines Tages wurde sie sechs Jahre alt und kam in die Schule.

An ihrem ersten Schultag in der ersten Klasse hatte die Lehrerin ihre Schulklasse angewiesen, die Wand nicht zu benutzen, das heißt, nicht anzufassen weil sie sich dann in Bewegung setzen könnte...
Und das wäre nichts gutes für die Wand der ersten Klasse.
Die Kinder hatten ihrer Lehrerin eine Überraschung bescheren wollen, einer von ihnen war nämlich Techniker, und der hieß Klaas. Als sich nun dieser Techniker namens Klaas an die Wand setzte, wurde sie ganz blau und begann zu beben und zu zittern.
Eines Tages dann begann diese Wand sich zu drehen. Und was sagte der Techniker Klaas dazu? Der fand das gar nicht so lustig. Dann kam die sogenannte Assistentin Verena und half dem Klaas, der inzwischen den Mut zu verlieren schien, wieder auf die Beine.

Und als das verlaufen war, hatten sie die Wand wieder in den richtigen Zustand gebracht, und alles schien in der besten Ordnung zu sein - als das Styropor zerbrach! Und da war es auch schon passiert! Die Wand zerfiel in tausend Stücke.
Aber da sie zu zweit waren, konnten sie die Wand doch noch reparieren. Und so kam es, daß die Wand wieder heile wurde.

2002 

 

 

 

Die Geschichte vom Nashorn im Auto

 

Es lebte einmal ein Nashorn in einem Wald mit lachenden, scherzenden und schäkernden Bäumen! Das Nashorn hatte es im Wald sehr gut! Als das Nashorn eines Morgens aufwachte, kam ein fahrerloses Auto in den Wald gefahren!

Als das Nashorn das Auto sah, sprang das Nashorn hinein in und zwar in die Fahrertür und ab ans Lenkrad! Und wer es sah, der wollte es nicht glauben das es ein Auto fahrendes Nashorn gibt.  

Als das Nashorn das Auto starten wollte, flog das Auto von ganz alleine los, ohne daß das Nashorn etwas machen oder berücksichtigen mußte! Aber das Auto flog gut und glatt. Die Leute, die vorüber gingen, wunderten sich, das es auch schon ein Nashorn gibt, das Auto fahren kann!
Aber das Nashorn konnte auch nur dieses eine Auto fahren. Als das Nashorn dann landete, denn es war ja noch in der Luft, wunderte sich das Nashorn sehr, weil es nämlich nicht wußte, daß das fliegen so schnell gehen konnte!

Vor allem wunderte es das Nashorn aber, daß so viele Leute da standen, und sich immer noch so wunderten, daß ein Nashorn AUTO fährt.
Ja wo gibt's denn so etwas?
Aber sie mußten doch zugeben, daß es die Wirklichkeit war! Das Nashorn war inzwischen schon wieder zu Hause und wunderte sich, daß alles so schnell verlaufen war! Als das Nashorn dann am nächsten Morgen erwachte, wußte es erst mal nicht, ob es nach dem, was am Vortag passiert ist, noch weiter mit diesem Auto fahren sollte oder ob es das lieber bleiben lassen sollte!

Dann entschied das Nashorn sich aber doch, weiter mit dem Auto durch die Gegend zu brausen, denn es hat heraus gefunden, daß es Spaß macht, mit dem Auto zu fahren! Und so machte sich das Nashorn für die nächste Fahrt mit dem Auto bereit!
Aber als das Nashorn hinaus ging, um mit dem Auto zu fahren, war das Auto nicht mehr da wo das Nashorn es hingestellt hatte!

Als das Nashorn wieder ins Haus zurückkehrte, fand es einen Zettel auf dem Tisch vor, auf dem stand: Liebes Nashorn! Wie geht es dir denn so? Ich hoffe es geht dir gut. Ich feiere am Samstag meinen großen Erfolg, und dazu lade ich dich herzlich ein! Komm doch mit deinem Auto zu mir!
Du brauchst auch gar nichts mitbringen, denn mein schönstes oder besser gesagt mein allerschönstes Geschenk für mich bist du! Also bis dann dein Freund das Walroß!

Plötzlich hörte das Nashorn ein Grollen und Knistern! Als das Nashorn das Geräusch hörte, ging es hinaus in die Finsternis, denn es war schon dunkel, und kuckte, was das wohl für ein Geräusch war. Da kam das Auto angeflogen, und setzte sich neben das Nashorn, das immer noch sehr verdutzt da stand und sich dachte:

Jetzt kann ich ja doch Übermorgen, denn an dem Tag war Donnerstag, zu meinem Freund dem Walroß. Als das Nashorn das dachte, wußte es auch schon, das sich das Walroß darüber sehr freuen würde.
Denn das Nashorn hatte an dem Tag, als das Auto weg war, und es ja mit dem Auto kommen sollte, weil das Walroß das Auto seines Freundes mal sehen wollte und die Strecke zum Wahlroß ohne Auto nicht zu erreichen war, abgesagt. Aber das Nashorn rief da

"Ich kann DOCH zu dir kommen! Ich kann sogar bei dir ÜBERNACHTEN!"

Dann endlich war es so weit! Der nächste Morgen brachte den Tag, an dem das Nashorn zu seinem Freund zum Feiern eingeladen war! Als das Nashorn angekommen war, ging das Feiern auch schon los!

Als sie dann schon mitten im Feiern waren, klopfte es an der Tür, und eine Stimme sprach freundlich und so das die beiden Freunde es hörten: "Wo sind denn die anderen Leute hin?"
In diesem Moment klingelte es an der Haustür, und gleichzeitig klingelte das Telefon! Während das Nashorn die Haustür öffnete, ging das Walroß ans Telefon! Und wer war in der Zwischenzeit an der Haustür? Das Auto vom Nashorn!

Da wunderte sich nicht nur das Nashorn, sondern auch das Walroß. Das war aber auch sehr merkwürdig, denn wer hat denn schon ein fliegendes Auto gesehen? Am Telefon war - haltet euch gut fest - ein Küchenschrank, der sehr gerne zu dem Walroß wollte, weil er mit feiern wollte! Also kam der Küchenschrank angelaufen!
Als der Küchenschrank durch die Haustür kam, prallte er unabsichtlich gegen das Auto vom Nashorn, das gerade in einer Zeitung las! Das Auto machte einen Salto und landete direkt im Telefon!

Plötzlich sprach die Stimme, die auch vorhin gesprochen hatte wieder, und dieses mal sagte sie: "Ich hoffe, das ihr jetzt mal alle da seid, denn ich wüßte nämlich nicht, wer noch fehlen sollte!" und diese Stimme war die Mutter von dem Walroß, das das Nashorn zu sich eingeladen hatte.

Am Abend kam der Vater vom Walroß von seiner Arbeit nach Hause. "Hallo! Ist hier jemand?" hörten das Walroß und das Nashorn den Vater rufen. "Hier sind wir Papa. Was ist denn?" rief das kleine Wahlroß und hoffte, das es nichts ernstes war, denn das ist meistens wenn er gerufen wurde der Fall! "Nichts. Ich wollte mich nur vergewissern, ob wirklich jemand zu Hause ist, oder ob ich der einzige zu Hause bin!" sagte der Vater vom Walroß!
Als das kleine Walroß das hörte, wußte es, das es nicht die befürchtete Schelte ist. Am nächsten morgen waren das kleine Walroß und das Nashorn die ersten, die auf den Beinen waren.
Als dann die Eltern vom Walroß, der Küchenschrank und das Auto aufstanden, war der Tisch schon fertig gedeckt.

Am Abend, des darauf folgenden Tages fragte das kleine Walroß das Nashorn: "Wie lange kannst du denn noch bleiben? Kannst du überhaupt noch bleiben, oder mußt du schon wieder weg?"
Da sagte das Nashorn zu seinem Freund dem Walroß: "Ich werde kucken, daß ich noch bleiben kann, aber eigentlich muß ich wieder nach Hause!" Als das Nashorn dann nach Hause kam, wunderte sich die Mutter vom Nashorn sehr über das Verschwinden ihres Sohnes, denn daß das Nashorn zu dem Walroß feiern ging, war nicht abgesprochen.
Auch der Vater wunderte sich über die Entschlossenheit seines Sohnes, denn er wußte genau so wenig wie die Mutter, daß das Nashorn bei seinem Freund dem Walroß feiern war!

Als das Nashorn den verblüfften Eltern von dem Brief erzählte, der eine Einladung vom Walroß enthielt, war alles klar.
Aber von dem Auto, das das Nashorn gefahren hatte, wußten die Eltern nicht das geringste, denn das erzählte ihnen ihr Sohn nicht! Am nächsten Abend waren die Eltern weg!

Am Morgen darauf, machte das Nashorn seinen Eltern eine Überraschung, und machte die Arbeiten für sie fertig, wo sie sich sehr drüber freuten! UND WENN DAS NASHORN NOCH KANN, MACHT ES SOLCHE ÜBERRASCHUNGEN HEUTE NOCH!       

2003

 

 

 

 

Die Geschichte vom laufenden Straßenlaternenpfahl

 

Es war einmal ein merkwürdiger Laternenpfahl! Das merkwürdige an diesem Straßenlaternenpfahl ist, daß er laufen kann. Und das geht auch sehr, sehr schnell - zu schnell zumindest für einen Laternenpfahl, der auf der Straße steht, denn normalerweise können Laternenpfähle ja nicht laufen.

Zumindest nicht rennen, und dieser konnte das sehr gut! Die Leute, die vorbeigingen, wunderten sich sehr, als sie einen gehenden Straßenlaternenpfahl sahen!

Einige dachten schon, es wäre eine Glanzerscheinung, die laufen gelernt hatte. Aber es war ein Straßenlaternenpfahl, der laufen konnte, und das verblüffte die Leute, die vorübergingen, sehr.

Am Abend berichtete ein Mann seiner Familie von diesem komischen Straßenlaternenpfahl, der laufen konnte. Als der Mann anfing zu erzählen, staunten sie nicht schlecht!

Aber sie waren noch viel erstaunter, als sie davon hörten, daß dieser laufende Straßenlaternenpfahl auf ihrer Straßenseite sein sollte.

An einem schönen Morgen aber, als sie einen Spaziergang machten, sahen sie daß der laufende Straßenlaternenpfahl verschwunden war, und konnten sich aber nicht erklären warum, und was der nähere Grund dazu war.

 

Inzwischen sagte sich der laufende Straßenlaternenpfahl: "Ich darf mich nur nicht zu erkennen geben, sonst merken sie alle, daß ICH der laufende Straßenlaternenpfahl bin!"

Die Familie, die inzwischen weitergegangen war, wunderte sich gerade so sehr über das einfache Verschwinden des laufenden Straßenlaternenpfahls, daß sie ganz vergessen hatte, wo sie eigentlich war, bis dann ein Kind rief: "Guckt doch mal, ich glaube ja fast, daß wir uns ganz und gar verlaufen haben!"

Plötzlich krachte und lachte es hinter ihnen und eine Stimme rief "Was treibt Ihr denn hier?"

Erschrocken und vor Angst zitternd drehten sich die Familienmitglieder um, guckten nach hinten und sahen den laufenden Straßenlaternenpfahl hinter sich! ""Ja, da staunt Ihr wohl, was? Ich wußte schon, daß wir uns früher oder später treffen würden!" sagte er.

Als es dann spät wurde und die Familie wieder nach Hause mußte, sagte die Mutter: Es hat uns Spaß gemacht, Dich kennenzulernen", denn nach der Bekanntschaft mit dem laufenden Straßenlaternenpfahl, der bei ihnen vor dem Haus steht,  waren sie alle per Du!

Und so trafen sie sich häufiger und besuchten sich natürlich auch, und zwar im fliegenden Wechsel. Mal gingen sie zum laufenden Laternenpfahl und mal kam der laufende Laternenpfahl zu ihnen.

UND WENN ES DER FAMILIE UND DEM LAUFENDEN LATERNENPFAHL INZWISCHEN NICHT ZUVIEL WURDE, UND SIE NOCH NICHT GESAGT HABEN "ES REICHT UNS JETZT" - WER WEISS, VIELLEICHT TREFFEN UND BESUCHEN SIE SICH DANN AUCH HEUTE NOCH.

2003

 

 

 

 

Die Geschichte vom Gespenst, das Flügel hatte

 

Es war einmal ein junger Mann. Der hatte eine Frau und neunzig Kinder! Eines Tages klopfte es bei Ihnen an die Tür, als die Kinder allein im Haus waren. Natürlich war die Tür abgeschlossen, denn die Kinder waren eine Etage höher und konnten deshalb auch nicht so schnell an die Haustür gehen. Als es aber klingelte, dachten sie es wäre ein Freund und öffneten die Tür.

Was dann aber hereinkam, war ein Gespenst mit Flügeln! Das Gespenst war so groß, daß die Kinder sich vor lauter Schreck und Angst zugleich aus dem Staub machten.

Als das Gespenst aber merkte, daß die Kinder vor ihm Angst hatten, weil es ja Flügel hatte und weil sie noch nie in ihrem Leben einem Geist oder Gespenst begegnet waren, und schon gar nicht einem mit Flügeln, sagte es zu ihnen: "Fürchtet Ihr Euch etwa vor Eurem Onkel, vor dem guten und netten Bruder Eures sehr wertvollen Vaters?"

Da waren die Kinder so erstaunt, daß sie nicht wußten, was sie dazu noch sagen sollten. Sie staunten nur noch. Noch merkwürdiger war es aber für sie,  als sie hörten, daß ihr Onkel, also sozusagen das fliegende Gespenst, für immer bei ihnen bleiben wollte weil es oder auch er sehr gerne bei der Familie - vor allem aber bei den Kindern - sein wollte!

Am Abend kamen die Eltern, denn sie waren nur den Tag über weg. Der Vater war sehr erstaunt, als er seinen eigenen Bruder so im Haus vor sich sah. Und noch erstaunter war er, als er davon hörte, daß seine Kinder ihn nicht wiedererkannt hatten, als er vor ihrem Hause an der Türe stand und sie ihn hereingelassen hatten.

Am anderen Morgen, also sozusagen am nächsten Morgen, standen die Kinder zeitig auf und zogen sich schnell ihren Plumpatsch an, denn sie wollten ihren Eltern eine Freude machen. Und wie das dann immer so ist, wißt Ihr ja bestimmt alle: Man überlegt hin und her, was man machen sollte oder könnte, damit sich die Eltern dann auch freuen können und sagen können
"So eine Überraschung möchten wir gerne wieder erleben!"

So und nicht ein klein bischen anders erging es den Kindern, als sie die Überraschung für ihre Eltern machen wollten bzw. als sie ihre Eltern überraschen wollten.

Als die Eltern dann aufwachten, und sahen was passiert war, wunderten sie sich sehr. Sie staunten auch nicht schlecht, als sie den Anlaß ihrer Überraschung von ihren Kindern hörten und dadurch mitbekamen, daß sie es sich sehr verdient hatten, weil sie immer lieb zu ihnen waren und es auch noch sind.

Und wenn sie nicht zu alt geworden sind, überraschen sie die Eltern heute noch!

 

 

 

Die Geschichte vom lesenden Schlüssel


Es war einmal ein kleiner Zwerg. Aber daß die Zwerge klein sind, ist ja auch ganz normal. Als dieser Zwerg eines Tages den Schlüssel für die Haustür zu seiner Wohnung suchte, war dieser liegend im Garten im Gras und las ein Buch.

"Was? Du kannst lesen?" fragte der Zwerg seinen Schlüssel. Und dieser sagte zu ihm: " Ja. Also das ist gar nicht so schwer, wie ich gedacht habe!" Als dann ein Mann kam, der nicht wußte, ob das, was er sah der Wahrheit entsprach, fragte er den Zwerg: "Was ist das denn? Seit wann kann denn ein Schlüssel lesen?"

Der Zwerg war sehr verblüfft darüber, daß dem Mann der lesende Schlüssel bald nach seiner Ankunft aufgefallen war und sagte: "Das habe ich, bis ich ihn bei mir im Garten lesend vorgefunden habe, auch nicht gewußt."
Aber der Mann sagte zu dem Zwerg: "Also wenn Du schon einen Schlüssel hast, mußt Du doch zumindest wissen, was der treibt oder nicht treibt - aber das weißt Du leider gar nicht!"

Als dem Zwerg das bewußt wurde, merkte er daß der Mann richtig in dieser Sache dachte und daß er, der Zwerg, mal was an dieser Sache ändern sollte.


An einem Abend eines schönen Tages lief der Schlüssel durch die Tür. Aber es war die Küche und da stand der Zwerg und machte den Abwasch.
Als er seinen in der Tür stehenden Schlüssel sah, kippte er fast in das Waschmittel, das er in das Waschbecken getan hatte, um überhaupt das Geschirr besser abwaschen zu können - denn wie wir wissen, klappt das ohne Spülmittel überhaupt nicht so gut. Zumindest NICHT SO GUT!

Als der Schlüssel den Zwerg in der Spüle liegen sah, fragte er ihn: " Was ist denn mit Dir los? Seit wann hast Du Dein Bett denn in dem Spülbecken? Wieso schläfst Du denn nicht mehr in Deinem Bett?"
Da antwortete der Zwerg dem noch sehr verblüfften und erstaunten Schlüssel: "Ich möchte mir nur gerne das Haar waschen! Hast Du irgend etwas dagegen?" Aber dem Schlüssel war es recht.

Als der Zwerg aus dem Spülbecken wieder herausgekommen war, war er zuerst sehr mit sich selber beschäftigt, weil er vor lauter Spülmittel nicht mehr wußte, wo er nun eigentlich war und nicht merkte, daß sein frecher Schlüssel seine Hosen angezogen hatte und damit herumlief.

Erst als der Zwerg sich eine Hose aus seinem Schrank holen wollte, merkte er daß sich keine einzige Hose mehr darin befand, denn die ganzen Hosen des Zwerges, die sich darin befunden hatten, hatte sich der Schlüssel unter den Nagel gerissen.

Aber das ahnte der Zwerg nicht im Geringsten. Erst als er sah, daß der auch sehr freche Schlüssel die Hosen trug, wunderte er sich noch viel mehr. Inzwischen spazierte dieser in der Gegend herum und in Gärten umher und sah, daß es den Leuten, die er traf, mächtigen Spaß machte.

"Was macht denn ein Schlüssel in Hosen und Pullovern?" Denn der Schlüssel hatte dem Zwerg nicht nur die ganzen Hosen aus dem Schrank geklaut, sondern auch was er an Oberteilen wie Unterhemden und Pullover noch finden konnte, die er dann natürlich auch anhatte.

Sonst wäre das früher oder später auch sicher dem Zwerg aufgefallen, der jetzt immer noch nicht damit rechnete, daß ihm der Pullover im Schrank fehlte.

UND DIE MORAL VON DER GESCHICHT: LANG IM SCHRANK SUCHEN LOHNT SICH NICHT!

 

 

 

 

Die Geschichte vom schreibenden Auto


Es war einmal eine Familie. Und diese Familie hatte, so wie manche Familien, ein Haus und ein Auto. Als das Oberhaupt dieser Familie einmal nach draußen vor die Tür ging um frische Luft zu schnappen, prallte es im Laufen mit einem Auto zusammen, das schreibend an der Straße stand. Ja, schreibend, sage ich Euch nun!

Als dieses Familienoberhaupt - es war ein Mann - das sah, also als dieser Mann dieser Familie das sah, war er so verblüfft, daß er kopfüber in das gegenüberliegende Beet fiel, das mit Blumen voll besetzt war. Aber seine Stimme, es war seine innere Stimme, sagte ihm, daß alles nur Täuschung und in der Tat auch Einbildung gewesen war, denn er wußte ja daß es gar keine Autos geben konnte, die schreiben können.

Aber ihm war auch nicht ganz klar, warum er dieses Auto gesehen und was es damit auf sich hatte. Als er wieder zurück in seinem Haus war, erzählte er diese Autogeschichte seiner Familie.

Als die Familie von dem schreibenden Auto hörte, waren die Familienmitglieder so verblüfft, daß sie gar nicht wußten, was sie dazu eigentlich noch sagen sollten, denn sie hatten weder etwas davon gehört daß es Autos geben sollte, die schreiben können, noch ein schreibendes Auto gesehen.

"Also wirklich" dachten sich alle Mitglieder in dieser schönen großen Familie, die das von ihrem Familienoberhaupt erfuhren.

Am nächsten Morgen, als die Familie aufgestanden war, kam eine Männerkaravane an ihrem Haus vorbei und tratschte so über dies und das. Als die Männer dann in Zweierpaaren alle wieder weg waren, fragte sich der Mann der Familie, was das ganze wohl zu bedeuten habe.
Denn daß so eine "Männerkaravane", wie sie so Mann an Mann aufgereiht, an ihrem Haus vorüberging, kam nicht oft vor.

Als alles dann wieder beim alten war, ging die ganze Familie, die aus zwölf Kindern, einer Mutter, einem Vater und einer Tante bestand, im Park spazieren, denn es war gerade ein so schönes Wetter und da dachten sie, könnten sie doch einen kleineren oder durchaus auch einen größeren Spaziergang machen und das schöne Wetter ausnutzen.

Aber daraus wurde nicht allzuviel, denn das im Gras stehende Auto, an dem sie vorbeikamen, schrieb unermüdlich weiter, als könne nichts auf dieser Welt es davon abbringen oder abhalten.

"Sag, weshalb schreibst Du denn? Was schreibst Du denn, und seit wann könnt Ihr Autos denn überhaupt schreiben? Das kommt mir echt äußerst spanisch vor!" Sagte eines der Kinder, denn sie hatten noch nie ein schreibendes Auto gesehen oder Autos gesehen, die schreiben können, denn so etwas gibt es ja nicht, wenn es das geben würde, wüßten sie das ja.

Aber man soll ja nicht nur an das glauben, was man sieht. So heißt es zumindest in einem guten oder vielleicht sehr gut klingenden Spruch.

Als am nächsten Morgen die Karawane angetanzt kam, durch das Grundstück lief und dann wieder verschwand, achteten die Kinder die ganze Zeit auf die Autos, die der Gruppe gehörten. Plötzlich stieß eines der Kinder einen Schrei aus:
"Das ist das schreibende Auto!" rief ein Kind, und indem es dahin deutete, sagte es: "Ich hatte es doch irgendwie im Gefühl, daß das schreibende Auto jemandem gehört. Ich wußte nur noch nicht, wem!"

UND DIE MORAL VON DER GESCHICHT: SCHREIBENDE AUTOS GIBT ES NICHT.


 


Die Geschichte vom wandernden Teppich


Es lebte einmal ein riesiger Riese in einem kleinen Berg, der fast zu klein für den riesigen Riesen war weil er einfach zu riesig für diesen Berg war und sich deshalb auch sehr quetschen mußte, um dort überhaupt wohnen zu können.

"Das hatte gerade noch gefehlt!" dachte da der riesige Riese. Eines morgens kam ein Teppich daherspaziert. Dieser Teppich wollte zu dem riesigen Riesen und mit ihm ein Gespräch führen, denn ob Ihr es wißt oder glaubt oder nicht: Der Teppich konnte sprechen!

Als der Teppich in den Berg ging, wurde dieser wie durch Zauberhand oder Hexerei immer größer.

"Wie machst Du das bloß?" fragte der Riese. Nachdem der Riese diesen Abend mit dem Teppich verbracht hatte und der Teppich bald bei ihm im Berg wohnte, erzählte dieser dem Riesen, daß er zaubern müsse.
Aber als der Riese erfuhr, daß der Teppich das, was er gezaubert hatte, auch noch weiter ausbilden mußte, erschrak er ganz gewaltig, denn für ihn, der sich nicht auszubilden brauchte, war das ganz und gar neu. Aber der Teppich tat ihm leid.

Aber der Teppich sprach: "Das ist doch nichts zu dem, was in dieser Zeit so passiert, denn es ist zum Beispiel nicht oft so, daß Riesen sehr viel zu groß für ihr Haus sind." Und damit hatte der Teppich ganz ins schwarze getroffen, denn eigentlich stimmt das ja auch!

Eines Abends, als sich der riesige Riese und der wandernde Teppich zum schlafen gelegt hatten, pochte es an der Bergwohnung vom Riesen. Als der Riese öffnen gehen wollte, sah er, daß es ein Mann war, der die Tür schon aufgemacht hatte und schon eingetreten war, bevor der Riese ihn davon abhalten konnte.

"Du bist hier einfach so hereingekommen, ist das erlaubt?" fragte ihn der Riese und blickte ihm dabei sehr grimmig ins Gesicht.
Den Mann kümmerte dies sehr wenig, denn er sprach zum Riesen: ""Ich soll Dir von einem Freund sagen, daß er sich sehr freut, der Zeitungsanzeige sagen zu dürfen daß er in der Stadt arbeiten darf, weil eine Erlaubnis dazu sonst immer sehr unwahrscheinlich war. Das hat er Dir zu danken."

Als der Riese das hörte, war er verblüffter als er es sonst bei Mitteilungen, die ihm galten, war, denn das war für ihn eine sehr schöne Meldung.

Aber noch viel schöner fand der Riese, daß sich dieser Freund, der ihn ja doch überhaupt nicht kannte, bei ihm, dem Riesen, bedankte.

Aber bald sollte er es erfahren. Bald sollte es ihm wie Schuppen von den Augen fallen, denn der wandernde Teppich sagte: "Hast Du aber lange gebraucht, um zu überlegen! Hast wohl eine lange Leitung. Oder hast, als der Mann kam und uns das mitteilte, auf dem Schlauch gestanden!" -

"Wie kommst Du denn darauf, daß ich auf einem Schlauch gestanden habe? Das habe ich Dir doch gar nicht gesagt" sagte der Riese zum Teppich, da dieser sich immer wunderte wenn jemand zu ihnen kam, der immer von der gleichen Person sprach mit der er befreundet sein sollte und er wußte es in diesem Gespräch immer noch nicht.
"Das kann doch wohl nicht wahr sein!"

Aber eines weiß ich "ICH WERDE IHM DAS ENDLICH UND ENDGÜLTIG AUSTREIBEN! DAS STEHT FEST!"

Als der Teppich das sagte, war der Riese auch schon verschwunden, denn er war sehr verwirrt und wollte zu seinem Bruder um ihn mal zu fragen, was das denn sollte, daß der Teppich das so wissen konnte, denn der gute Bruder kannte den wandernden Teppich nämlich sehr gut.

Fast etwas zu gut, denn er sagte seinem Bruder: "Wo er Recht hat, hat er Recht, denn Du weißt wirklich sehr selten, wenn überhaupt, wer Deine Freunde sind! Aber ich glaube auch, daß Du Dich darin ändern wirst."

UND DIE MORAL VON DER GESCHICHT: SACHEN VERGESSEN LOHNT SICH NICHT.



Die Geschichte vom lachenden Schreibtisch


Es war einmal ein Haus mitten im Wald. In diesem Haus wohnte eine der sehr lustigen Familien. Und diese lustige Familie hatte zehn lustige Mitglieder. Eines Tages bekamen sie von einem Mann einen sehr großen Schreibtisch.

Als eines der sieben Kinder mal an diesen Schreibtisch wollte, wunderte es sich sehr, denn dieser Schreibtisch lachte, wir würden sagen er lachte, was das Zeug hält!
Und so war es dann auch, denn er lachte wirklich, und das so sehr, daß das Kind, das gerade an diesem Schreibtisch saß, sich sehr wunderte und sich fragte, welchen Grund es denn habe daß dieser Schreibtisch so sehr lachen konnte.

Und eines Tages, als wieder ein Kind am Schreibtisch saß und einen Aufsatz für die Schule schreiben wollte, erklang wieder dieses Lachen vom Schreibtisch, aber sie wußten natürlich beiden nicht, wie das anging daß überhaupt irgendein Schreibtisch oder Möbelstück lachen kann, denn eigentlich gibt es das doch gar nicht und wird es auch so gar nicht geben, es sei denn, es wird so etwas doch noch erfunden.

Eines Abends, als alle sieben Kinder diesen komisch-lustigen Schreibtisch gesehen hatten, fragte das jüngste der vier Kinder: "Wie ist das denn möglich, daß unser Schreibtisch lachen kann?"

Da sagte ihre Tante, die bei ihnen wohnte, da sie keine Wohnung hatte: "Es gibt einige Sachen, die magnetisiert sind und die deshalb solche Geräusche von sich geben."

Als die Kinder dies hörten, wunderten sie sich so sehr, daß sie fast von ihren Stühlen fielen! Aber als sie drohten zu fallen, sahen sie jeder einen Engel hinter sich und wußten sofort daß er sie halten würde wenn sie fallen sollten.

Eines Tages, als die Kinder mal wieder alle zusammen waren, wunderten sie sich über die Zeit, denn so schnell kann die Zeit doch nicht vergehen, dachten die Kinder als sie auf die Uhr guckten und sahen, daß es schon ziemlich sehr spät war.

Am nächsten Morgen sollten die Kinder wieder in die Schule Als sie vor dem Gelände standen, wunderten sie sich, daß noch niemand da war. Als noch keiner da war, gingen sie schon in ihre Klasse, denn die war schon offen und schrieben eifrig ab. Als dann ihr Lehrer kam, war er sehr überrascht, so fleißige Kinder sitzen zu sehen.

UND WENN SIE IN DER SCHULE NICHT HOCKEN ALSO SITZENGEBLIEBEN SIND, GIBT ES SIE HEUTE NOCH!


 


Die Geschichte von Chamäleon Sebastjan


In einem Dorf lebte einmal ein Kamelion. Sein Name war Sebastjan. Was sehr komisch war, es war nämlich sehr reich an Gütern und Glück.

Was das komische an diesem Kamel war, das es auch noch ein Haus besaß, in dem es wohnte. Und jetzt kommt der Witz: In dem Haus lebte auch ein Auto! Wahrscheinlich fragen sich jetzt einige von Euch, was wohl ein Auto in einem Haus verloren hat, denn normalerweise stellt man ein Auto ja in die Garage. Nein, dieses Auto befand sich in dem Haus des Kamelions Sebastjan.

Und es kommt noch besser, denn dieses Auto hatte eine Fähigkeit, die nicht jedes Auto hat. Es konnte sprechen und das können die anderen nicht - oder vielleicht können das ja manche - auf jeden Fall können es die meisten Autos nicht!

Eines Tages sagte das Auto zum Kamelion: "Ich glaube, da steht jemand vor unserem haus und glotzt uns an". Und wißt Ihr auch, WER das war? Der Esel Kristopher Daniel!

Als eines Tages der Esel zu dem Auto und dem Kamelion kam, staunten sie nicht schlecht! Der Esel war nämlich kein gewöhnlicher Esel. Dieser Esel hatte nämlich statt Beinen Flügel und statt einem Schwanz eine Feder!
Und dieser Esel hatte, haltet Euch fest, hinter dem Schwanz einen Schlüssel, den er immer, wenn er lief, hinter sich her zog und der dann immer so komische Geräusche von sich gab, daß man das pinkeln bekam!

"Ich glaube", sagte das Auto zum Kamelion, "ich glaube der Esel kommt aus Kameilmonsterhafenbrei und möchte gerne hier wohnen. "Aber", so sprach das Auto weiter, "wie sollen wir ihn hier unterbringen?"
"Es wird schon eine Möglichkeit geben, ihm ein Zuhause zu schaffen, so ein Haus wie wir haben kann er ja tatsächlich nicht kriegen und in unser Haus wird er wohl nicht hineinpassen" sagte das Kamelion.

Der Esel bat aber so förmlich um die Erlaubnis, mit ihnen nicht nur spielen zu dürfen - denn sonst hatte er nur mit ihnen gespielt - nein er wollte nicht nur mit ihnen spielen, er wollte auch bei ihnen WOHNEN!

Wie soll das denn bloß gehen, ein Esel bei einem Kamelion und einem Auto? Komische Kombination sage ich Euch oder findet das einer nicht komisch? Naja, ob Ihr es glaubt oder nicht: Das Auto und das Kamelion Sebastjan zogen also mit dem Esel Kristopher Daniel in eine Hauseinrichtungskontaktsiedlungspoststättenambulantelanzprivatenhalle um die Wohnfläche größer zu haben und um sich darin entspannen zu können.

Als er aber eines Tages für kurze Zeit nicht anwesend war, wußte das Sebastjankamelion, daß es blöd von ihm war, nicht da zu sein. Also kehrte er alsbald in die Hauseinrichtungskontaktsiedlungspoststättenambulantelanzprivatenhalle, wo man ihn mit Freuden begrüßte und sehr stürmisch noch dazu.

Wer weiß, vielleicht begrüßen sie ihn heute noch so stürmisch.

UND DIE MORAL VON DER GESCHICHT: AUTOS IN HÄUSERN LOHNT SICH NICHT!



 

Die Geschichte vom Schornstein, der ins Kino ging!


Es stand einmal ein Haus in einer Straße, sagen wir einfach mal Einradstraße. Und da stand dieses Haus, und wie wir es bei allen, oder sagen wir mal bei den meisten in einer Straße stehenden Häusern kennen, gibt es auf jedem Haus einen kleinen oder auch einen großen Schornstein, der auf dem Dach jedes Hauses thront, denn ohne Schornstein kommt auch kein Schornsteinfeger weil es ohne Schornstein nun mal keinen Feger gibt denn diesen Feger würden wir den Schornsteinfeger nennen und den würde es ja nicht geben wenn es keinen Schornstein gibt, denn was sollen die denn machen kein einziger Schornstein zu kehren ist?

Als eines Tages ein Schornsteinfeger in diese Einradstraße kam und den gut aussehenden Schornstein fegen und kehren wollte, war dieser nicht mehr auf seinem Platz, sondern er befand sich im Garten des Hauses, wo er sehr gesund aussehend an die Mauer gelehnt saß und - Ihr mögt es glauben oder nicht, ganz wie Ihr wollt - harkte.
Als er den Schornsteinfeger sah, erschrak er so sehr und fürchterlich, daß er in eines der vielen tausend Gebüsche entschwand.

In der Zwischenzeit lief der Schornstein durch die Gegend und wunderte sich, wo er eigentlich die ganze Zeit umherirrte, denn er hatte sich ganz und gar auf der Straße verlaufen.

Als er dann in einen Wald kam, drehte er sich dort bei einer Eiche um, und wem stand er gegenüber?

Dem Schornsteinfeger! Vor lauter Angst und Entsetzen machte der Schornstein auf der Stelle kehrt und als dann der Schornsteinfeger immer noch nicht verschwunden war, versteckte sich der Schornstein in einem Gebüsch von wo er dann sah, wie der Schornsteinfeger in der nächsten Straßengasse verschwand, weil dieser noch nicht so recht glauben wollte oder konnte, daß es Schornsteine geben kann, die laufen können.

In der Einradstraße wunderte man sich inzwischen, wo der Schornstein vom Haus Nummer fünfzehneinhalb geblieben oder hingekommen war, denn sie suchten doch fanden ihn nicht im geringsten, obwohl die ganze Straße alles, jeden Winkel und jeden Fitzel und Krümel absuchte.

Der Schornstein war in der Zwischenzeit in einer großen Stadt angekommen, in der er ganz in der Nähe eine schön aussehende Burg sah, in der ein Riesenkino eingebaut war, in dem es sich der Schornstein gleich häuslich bequem machte, denn es gab auch gleich einen Film, der ihnsehr interessierte.

Als er sich schon mal einen Platz suchte, wo er vielleicht gut sitzen konnte, kam ganz plötzlich ein Mann um die Ecke. Durch die Tür kam niemand anders als der Schornsteinfeger!

"Ach Du Schreck!" dachten sowohl der Schornsteinfeger, als er den Schornstein sah, als auch der gut in Schuß gehaltene Schornstein, als er dem Schornsteinfeger Auge in Auge im Kino gegenüberstand.

Dann mußten sie aber so über sich selber lachen, daß sie es so schafften, Freundschaft miteinander zu schließen, obwohl sie das nicht vorgehabt hatten und es auch nie vorhaben würden, wenn sie es nicht schon lange gemacht hätten.

"Was möchtest Du denn gucken?" fragte der Schornstein den sehr verblüfften Schornsteinfeger, "ich wollte den Film F e e n e l f e sehen".

Der Schornsteinfeger war sehr verblüfft, denn er hatte noch nie einen Schornstein in den ganzen Jahren, die er in seinem Leben verbracht hatte, sprechen hören.

In welchen Film wolltest Du denn?" fragte ihn da der Schornstein sehr höflich und vor allem freundlich. Doch der Feger wußte das noch gar nicht, denn er hatte noch gar nicht in die Zeitung geguckt und deshalb konnte er ja ganz schlecht oder überhaupt nicht wissen, was im Kino so alles läuft.
Also sagte der Schornsteinfeger, er wäre auf das, was da so laufen würde, sehr gespannt denn er wisse selber nicht so genau, was kommt.

Als der Schornstein und der Schornsteinfeger sich hinsetzten, ging schon ein Licht nach dem anderen aus und sie saßen im Dunkeln oder auch in der zum Verrücktwerden schwarzen Finsternis, denn es war wirklich sehr dunkel.

Als der Film  d i e  F e e n e l f e  oder auch  d i e  E l f e n f e e  zu Ende war, gingen die mit Ruß bestaubten beiden wieder zurück in die Einradstraße. Als man da ankam, wunderte man sich, daß ein Schornstein - und dann gerade der, den sie vermissten - laufen kann.

Ein Schornsteinfeger kann laufen, aber ein Schornstein? Als sie sahen, daß auch ein Schornstein laufen kann, kippten die ganzen Bewohner der Einradstraße in Ohnmacht und waren für eine etwas längere Zeit bewußtlos, denn so etwas, wo ein Gegenstand laufen kann, hatte natürlich noch niemand gesehen!

UND DIE MORAL VON DER GESCHICHT: SO LANG AUF WUNDER WARTEN LOHNT SICH NICHT!

 

 

 

Das durchgedrehte Formular

 

Es war einmal in einem Schloß der Kleinstadt Bosloine! Am Tag und in der Nacht kegelten die Familie und ihre Nachbarn um die Wette. Das war immer sehr lustig, denn die Nachbarn waren immer die Verlierer und die Familie, die ja so um die dreißig Mitglieder hatte, bekam den Sieg!

Und das war immer ein Gutschein über zehn Milliarden EURO. Das ist doch ganz schön viel Geld, oder?

Am anderen Morgen kam ein Formular mit der Post bei der reichen Familie an. Aber was war das bloß für ein Ding von Formular? Als das formulierende Pergamentpapier ausgebreitet vor so einer großen Familie auf dem Tisch lag, begann es sich zu drehen. Aber schon in der nächsten Stunde war wieder alles normal.

An einem hübschen Ort, wo das Formular abgelegt wurde, fing dieses plötzlich an zu singen. Die Familie war sehr erstaunt, denn sie hatte noch nie ein singendes Formular gesehen! Als sie jedoch nachgucken wollte, war nichts mehr zu sehen. So ging es dann immer weiter. Bis plötzlich etwas passierte:

Die Familie war gerade verreist. Die Gelegenheit kam dem Formular gerade so recht, daß es allen Mut zusammennahm und aus dem Schloß lief. Ja, es lief - oder besser: es rannte!

Und als die Familie wiederkam, wunderte sich der Vater des Schlosses sehr über das verschwinden des Formulars. Die Suche nach dem verschwundenen Formular begann. Und alle halfen sie auch tüchtig beim Suchen mit. Von dem Formular fehlte allerdings jede Spur. Aber am nächsten Morgen war es wieder da!

UND WAS LERNEN WIR DANN ALSO AUS DER GANZEN GESCHICHTE? WIR LERNEN DARAUS, DASS NICHT JEDES FORMULIERTE, ACH ENTSCHULDIGUNG. ICH MEINE NATÜRLICH, DASS NICHT JEDES FORMULIERTE PERGAMENT VERNÜNFTIG, ARTIG UND FROMM IST!

 

 

 

Das verrückte Regal

 

Wenn man ein Regal einbauen will, muß man aufpassen, daß es nicht doch noch kaputtgeht. In dieser Geschichte kommt alles ganz anders. Es war in einem Tal, wo einst ein Riese hauste! Dieser Riese war dumm. Und zwar sehr. So, daß man sagen kann: Er war kein Stück intelligent! Weil er kein Stück Intelligenz besaß, konnte er natürlich auch gar nichts so richtig herstellen! Was für ihn sehr schade war. Denn er wollte ein gutaussehendes Regal bauen. Bloß dafür muß man erst einmal intelligent sein. Und um intelligent zu sein, muß man erst einmal Intelligenz besitzen. Durch Dummheit passiert nämlich bloß nur dummes Zeug. Denn eines Tages wollte der Riese, der Torfkopf hieß, sich ein eigenes Regal bauen.

Als er sah, daß er dafür nicht geeignet war, nahm er sich vor, es anders zu machen, weil er glaubte, daß er es in der einfachen Methode ncht so ganz schaffen würde. Und deshalb ließ er einen Fachmann kommen, der es dann aber auch nicht besser konnte. Ein Regal zu bauen, ist gar nicht mal das einfachste.

Bei einem Spaziergang überlegte er sich dann, wie es also am klügsten wäre, ein Regal zu bauen. Und das Ganze machte er dann so:

Der Riese Torfkopf nahm die Schrauben und tat sie in eine Vase. Als das getan war, wollte der Torfkopf die Schrauben wieder aus der Vase holen. Aber als er hineinsah, war keine Schraube mehr da! Zumindest sah er in der Vase keine Schrauben mehr. Der Riese war so verzweifelt, daß er auf dem allerschnellsten Wege zu seinem Nachbarn ging und es ihm erzählte!

In der Zwischenzeit stellte sich ein Regal im Haus des Riesen Torfkopf auf. Als der Riese das sah, freute er sich so sehr, daß er nicht so recht wußte, was er sagen sollte!

Am nächsten Morgen, als der Torfkopf aufgestanden war, stand das Regal ganz anders als am Vortag. Sofort kam Leben in den Riesen Torfkopf und er begann sich sehr über die Sache zu wundern. Wie kann das denn angehen, daß sich ein Regal von selber auf den Boden aufstellt, ohne dabei auseinanderzubrechen und danach umzukippen? Das schafft doch gar kein Gegenstand. Denn das Ganze ist ganz unmöglich und funktioniert eigentlich ganz und gar nicht. "Wie geht das denn, daß Gegenstände plötzlich reibungslos funktionieren können, ohne daß man bei der ganzen Sache nachhelfen muß?" fragte der Riese Torfkopf seinen durch und durch schlauen Nachbarn Dummerchen. Ihr fragt euch jetzt wohl, wie so etwas möglich ist. Aber er heißt wirklich Dummerchen!

Viele heißen ja auch nicht so. "In Zukunft werde ich alles nr noch den Gegenständen überlassen" sagte Torfkopf, und seitdem überließ der Riese Torfkopf alle Sachen seinen sehr treuen, teuren Gegenständen. Und nun stellt euch vor: Seitdem er zu seinem Regal gesagt hatte, daß es sehr hübsch wäre, verdrehte es sich auch gar nicht mehr.

UND WAS LERNEN WIR DARAUS? WIR LERNEN,DASS ES MANCHMAL, ALSO FÜR WÄSCHE ZUM BEISPIEL, SEHR GUT IST, EINE SEHR GUT FUNKTIONIERENDE WASCHMASCHINE ZU HABEN!

 

 

 

 

 

DIE HAUSHALTENDE TAPETE

Die Geschichte von der Tapete, die den Haushalt schmeisst!

 

In einer sehr kleinen Kleinstadt lebte einmal ein Kanzler. Dieser große Mann lebte ganz und gar alleine. Aber er hatte sehr viele Freunde und Bekannte! Sie trafen sich oft mit dem Kanzler. Eines schönen Morgens, als der Kanzler aufstand um zur Arbeit zu gehen, fragte er sich, ob das, was er sah, der Wirklichkeit entsprach: Als er nämlich das Haus verließ, sah er, daß seine Tapete am Putzen war! Das wunderte ihn natürlich. So etwas konnte ja wohl nicht angehen!

Oder hat von euch schon mal jemand eine Tapete gesehen, die amPutzen ist? Diese Tapete konnte noch mehr. Das ist sehr lustig, sage ich euch. Als der Kanzler Tininchen wieder zu Hause war und sich von seiner ersten Überraschung erholt hatte, erlebte er auch schon die nächste, denn  die Tapete hatte sich inzwischen etwas Neues für ihren Chef einfallen lassen: Die Tapete stand jetzt in de Küche und kochte für ihn Kaffee.

Und als sie auch noch den Tisch deckte, war der Kanzler noch verblüffter, als er es ohnehin schon war. Aber das ist doch auch um so lustiger, oder?

Von dem Tag an brauchte der Tinichen nichts mehr zu arbeiten. Das fand er so klasse, daß er seine Tapete nur noch umarmte!

Am nächsten Morgen lud der Kanzler Tinichen seine Freunde zu sich ein. Als sie hörten, was ihr Freund und Kanzler für eine Tapete hatte, waren sie sich alle einig, daß sie auch so eine Tapete haben wollten. deshalb fragten sie auch ihren Kanzlerfreund Tinichen, wo er diese Tapete wohl herhabe. Dieser sagte nur, man habe sie ihm in sein Haus angebracht. "Was wollt ihr denn eigentlich von mir wissen?" fragte Tinichen sie. "So etwas wurde ich ja noch nie gefragt. Führt ihr etwa etwas im Schilde von dem ich nichts weiß, oder wovon ich nichts wissen soll?" Aber dies streiteten seine Freunde mit einem Kopfschütteln ab. Aber warum fragten ihn seine Freunde dann so aus? Als dem verwunderten Tininchen darauf so auf die Schnelle nichts Schlaues einfiel, ging er zu seinem Bruder, der ihm in solchen Situationen auch gleich als sein Ratgeber zur Seite stand. Als er die Geschichte seines Bruders hörte, dachte er, daß durch seine Hilfe sich alles ändern würde.

An einem schönen Nachmittag wurde der Kanzler Tininchen sehr angenahm überrascht, denn seine über alles geliebte Tapete kam in sein Zimmer und brachte ihm seinen Ratgeberbruder in den Raum, der gleichzeitig sein Büro war.

Auf einem Sofa sitzend erzählte der Ratgeber des Kanzlers, der zugleich sein Bruder war, was er in Erfahrung gebracht hatte. Und deshalb wußte der Kanzler Tininchen in Bälde auch, daß seine Freunde auf diese besondere Tapete, die er besaß, nur neidisch waren. Das ist ja aber auch gar kein Wunder, denn so eine Tapete hätte doch jeder gerne, oder?

So etwas ist auf jeden Fall nicht ganz unpraktisch! Sondern ganz im Gegenteil. Es ist sehr praktisch, wenn man eine Tapete hat, die einem so manche Sachen abnimmt! Selbst in einer Situation, in der beispielsweise der Wasserkocher kaputt ist, fällt der Tapete ein, daß das gar nicht mal so schlimm ist und wenn man auf eine Idee kommt, den Kaffee draußen im Garten zu suchen!

UND WORAUF SOLLEN WIR DANN WARTEN? WENN DER KAFFEE FEHLT, AB IN DEN GARTEN!

 

 

 

Das Auto, das seinen Geist aufgab

 

Es lebte in einem sehr großen Wohnmobil einst ein Esel. Dieser Esel, ob ihr es glauben wollt oder nicht, besaß ein Auto. Und dieses Auto war in mancher Hinsicht wirklich sehr komisch. Es ging natürlich immer dann, wenn der Esel fahren wollte, kaputt.

Und das ist überhaupt gar nicht so praktisch, wie ihr euch sicher vorstellen könnt. Aber wenn man damit gerade nicht fahren mußte, lief es von ganz alleine weg! Das ist, soweit man es weiß, nicht so toll. Denn so etwas nennt man dann "den leichten gut aus Versehen in die lange Länge gezogenen Ameisenhaufenmist"!

Aber es kommt ganz auf die Situation an. Als das Auto dann zwar ansprang, aber auf zu kurzen Strecken stehenblieb, nannte der Esel es von da an, sagen wir mal "den blödesten, verfluchtesten Automarkenmist der ganzen Welt"! Aber seither war das Auto auch immer vernünftig und fuhr. An einem sehr aus der Haut fahrenden Morgen, als noch gar kein Lebewesen auf den Beinen war, fuhr der Esel - sein Name war übrigens Febaltaschoson - auf das schöne Feld hinaus, um sich zu entspannen.

Währenddessen fuhr das Auto von ganz alleine weg. Als der Febaltaschoson das sah, glaubte er zu träumen. Mit allen Mitteln versuchte er, das Auto wiederzubekommen. Aber leider so vergebens und ohne Erfolg, daß er es aufgegeben hätte, wenn nicht doch noch ein glücklicher Zufall zu Hilfe gekommen wäre. Als Febaltaschoson nämlich aufgeben wollte, ging plötzlich ein Licht vor ihm her und zeigte ihm die Richtung, in die das Auto verschwunden war.

Und was glaubt ihr, was er da gefunden hat? Sein Auto. Es stand auf der Mauer. Und neben ihm war das Leuchten, das dem Febaltaschoson den Weg gezeigt hatte. Seit der Tat des Lichtes, das ja ein Engel war, wie man sich ja denken kann, war es so schön für den Esel Febaltaschoson, wie es schon lange nicht mehr für ihn gewesen war.

Und er war dem Engel, der Gabeneon hieß, natürlich auch für alles sehr dankbar. Denn ohne Gabeneons Hilfe hätte Febaltaschoson das Auto immer noch nicht wieder. Und das wäre doch sehr schade, oder? Doch von nun an ist der Esel Febaltaschoson viel schlauer. Man könnte auch sagen, er ist sehr viel schlauer! Aber so etwas ist ja auch nicht so unmöglich wie es manchmal bei den Eseln aussieht. Es gibt auch immer noch die schlauen Esel. Bei uns ist es doch auch so. Warum kann es dann nicht auch bei diesen Tieren wie den Eseln so sein? Wäre das denn nicht sonst auch ein bischen langeweilig? Aber das Auto vom Esel Febaltaschoson fand es auch volles Rohr beknackt langweilig, immer dumm zu sein. Und deshalb wurde es auch viel lieber immer schlauer.!

UND WAS LERNEN WIR DARAUS? WIR LERNEN DARAUS NÄMLICH, DASS ES PRAKTISCHER IST, KLUG ZU SEIN! WENN MAN NÄMLICH KLUG IST, WIRD MAN SCHLAU! UND WENN MAN DUMM IST, GIBT MAN IM WAHRSTEN SINNE DES WORTES BLOSS NUR SEINEN GEIST AUF! DAS IST SO GUT NUN AUCH WIEDER NICHT, ODER? DA WILL MAN DOCH LIEBER KLUG SEIN!

 

 

 

 

 

FÜR UNSERE LIEBE TÜRKISCHLEHRERIN MÜZEYYEN!

Die Geschichte vom jonglierenden Fenster

 

Es lebte einmal eine Familie in einem Dorf in der Nähe von der türkischen Grenze. Zu dieser Familie gehörten ein Vater, eine Mutter und 16 Kinder.

Sie wohnten alle in einem mehrstöckigen Wohn-, Kontroll- und Arbeitshaus.

Auf dem Dach war ein Fernseher angeschlossen. Es war irgendwie ein sehr merkwürdiger Haushalt.

Aber es war sehr lustig! An einem schönen Morgen sahen alle, wie plötzlich ein ganz normales Fenster zu jonglieren begann.

Aber wie jonglierte es! "Wie können Fenster denn mit vier Tassen jonglieren?" fragte ein Kind seinen Vater. Der wußte es aber auch nicht so genau, weshalb ein Fenster so etwas konnte. Deshalb sagte er: "Ich habe solche Fenster, die Irgendetwas zeigen können, noch nie gesehen."

Am Abend eines sehr erfolgreichen Tages ging der am Heizrohr hängende Vorhang zurück und das Fenster führte seine Kunststücke vor! "Was ist denn das für ein komisches Fenster, das Kunststücke so gut vorführen kann wie ein Meister?" fragte der Familienvater in die Runde. Aber keiner wußte es! Auf einem Gestell konnte das Fenster stehen, ohne hinzufallen. Aber am allerbesten konnte es jonglieren. Ja, es jonglierte, man höre und staune, nicht mit vier Bällen so wie wir das kennen, sondern mit vier echten, aus Porzellan hergestellten Tassen! Dann brachte es auch fertig, die Tassen zu drehen.

An einem schönen Morgen kurz vor Sonnenaufgang ging ein Schauspieler an dem Haus vorüber und sah das Fenster jonglieren. Wie konnte das angehen? Was um alles in der Welt hatte das zu bedeuten? Das konnte doch wohl nicht wahr sein! Oder stimmte es vielleicht doch?

Auf der Wiese saß, in feine Decken gehüllt, ein kleiner Schornsteinfeger. Als der Schornsteinfeger gerade einen Schornstein kehren wollte, sah er daß sich auf dem Dach ein Marder zu schaffen machte. Aus der Jacke des Schornsteinfegers stieg Rauch am Kragen hinunter. Aber der Schornsteinfeger wunderte sich nur über diese Unmengen an kaputten Sachen, die auf dem Dach lagen.

Am Abend des Tages wurde in dem mehrstöckigen Wohn-, Kontroll- und Arbeitshaus ein Kind in einer Polizeidienststelle als vermißt gemeldet. Aber dann stellte sich ganz schnell heraus, daß das Kind in einer Wolke versteckt war! Doch wie um alles in der Welt sollte es da wieder herauskommen? Es konnte doch nicht fliegen, und anders ging es ja gar nicht, denn die Wolke war viel zu hoch für das Kind und auch viel zu gefährlich.

Und das Fenster jonglierte immer wieder.

Wer es nicht glaubt, muß nicht denken, daß er ausgelacht wird. Daß so ein echtes Fenster mit ganz echten Tassen jonglieren kann, und dann auch noch mit vieren, soll nicht so häufig sein.

 

2004

 

 

 

 

 

Ein Gedicht für Kai, Angela, Louisa und Emily

 

Es war einmal ein Hase, der hatte eine Blase.

Da kam zu ihm ein Igel, der kuckte in den Spiegel.

Die beiden saßen mit der Nase ganz eng im grünen Grase.

Der Igel hatte an seinem Spiegel einen ganz bunten Riegel.

 

Es humpelte ein Baum, bedeckt war er mit Schaum,

Ganz verzweifelt in einen Raum.

 

Ein Wiesel, fuhr mit einem Diesel.

Wie der Wind, so kam es geschwind.

 

Auf der Insel lebte ein Pinsel.

Der Hafen wollte am Wasser

im Bette schlafen,

Doch er wurde immer nasser.

 

Auf dem Dach spielten zwei Töpfe Schach.

Auf den Mauern saßen die Möwen zum lauern.

 

Auf der Wiese stand ein Riese. Er hatte einen Besen,

Und dieser konnte lesen!

 

Es ging ein Pfahl mit einer Zahl,

An einen Strand. Er sah kein Land.

 

Eine Biene lief mit einer Schiene,

Ganz ohne Gequengel auf ihrem Stengel.

 

Im Wald die Buchen fanden ohne zu Fluchen,

Ihre Sachen, die sie zum Krachen und auch zum rauchen

Immer brauchen.

 

Eine Schnecke kam um die Ecke

Und aß dabei Knäcke.

 

Zwölf Gänse verschroten sehr gerne mal Noten.

Aber in Booten!

 

Im Haus sitzt ´ne Laus.

Im Schornstein sitzt ein Schuster, dem ist´s im Haus zu duster.

 

An einer langen Angel gab es ein Gerangel.

Denn dran war eine Schlange und der war ziemlich bange.

 

Da gab es einen Floh, der mußte schnell aufs Klo.

Doch da kam ein Wicht, der erlaubte es nicht.

Der Floh sah einen Elch, der trug einen Kelch.

 

Aus einem Fenster schlüpften Gespenster.

Aus der Tür kam ein Huhn mit seinem Rock und zwei paar Schuh´n.

 

Ich hoffe, für Euch ist das was,

Sonst werde ich nämlich ganz blaß!

 

2004

 

 

 

FÜR LOUISA!

Die Geschichte vom Einrad fahrenden Bügeleisen

 

Es war einmal ein Tal. In diesem Tal lebte einst ein Troll, der sehr klug und bescheiden war. Eines Tages mußte der Troll seine Wäsche so in Ordnung bringen, daß sie wieder wie neu aussah.

Aber er hatte ein sehr großes Problem: Er hatte nämlich überhaupt kein Bügeleisen. Und was soll man mit seinen Hosen ohne ein Bügeleisen? Aber er Troll, sein Name war übrigens Trollschwanz, hatte großes Glück, den plötzlich kam ihm ein Bügeleisen entgegen. Es fuhr auf einem Einrad.

Das ist doch sehr merkwürdig, findet Ihr das nicht auch?

Als der Troll in seinem Bett aus Federn friedlich schlief, kam das Bügeleisen mit dem Einrad angefahren und bügelte die Wäsche in einem Satz weg!

Der Troll wußte von alledem natürlich gar nichts. Und als er am nächsten Morgen aufwachte, war die ganze Wäsche fertig gebügelt. Selbst das Wasser war gekocht und der Tisch war auch schon fertig gedeckt.

Als der Troll fertig war mit frühstücken, packte er seine ganzen Sachen zusammen und verabredete sich mit ein paar Freunden.

Da fiel ihm ein, dass ihn ja am Vortag ein Bügeleisen auf einem Einrad begegnet war. Da wußte es dann auch, wer ihm diese große Freude bereitet hatte und freute sich darüber um so mehr. Seit dem fragte er immer das Bügeleisen um Hilfe.

 

 

 

FÜR KAI.

Die Geschichte von den Briefmarken sammelnden Figuren!

 

Mitten in der Wüste lebten einmal zweiundzwanzig Figuren. Ihnen war immer so langweilig, dass sie eines Tages beschlossen, Briefmarken zu sammeln! Aber wo sollten sie die Briefmarken bloß herbekommen?

Da beschlossen sie, auf den Mond zu gehen. Aber wie sollte man da vor lauter Steinen Briefmarken finden? Und als sie dann sahen, dass es da gar keine Briefmarken gab, schlenderten sie zur Sonne. Aber auch da gab es keine Briefmarken. Schließlich dachten die Figuren, daß das Wort "Briefmarken" vielleicht gar keinen Gegenstand beschreibt, sondern ein ganz einfaches Fremdwort ist!

Als die Figuren dann aber wieder auf dem Rückweg waren, fiel ihnen auf, dass überall auf dem Weg Briefmarken lagen! Und so stopften sie sich die Taschen damit voll! Jetzt weißt du hoffentlich was du tust, wenn du Langeweile hast!

 

 

FÜR EMILY:

Die Geschichte von der Fensterbank, die Klavier spielte!

 

Es lebte einmal ein Gnom in einem riesengroßen Schloß. Es war bei ihm im Schloß alles normal. Er hatte ein großes Klavier im Flur stehen.

Eines Tages kam der Gnom gerade durch den Flur gelaufen, als er sah, dass sich seine Fensterbank hinter das Klavier setzte und so spielte, als wäre sie es schon immer so gewohnt.

Als der Gnom das sah, setzte er sich hin und hörte sehr gespannt und interessiert zu. Von da an spielte die Fensterbank dem Gnom jeden Tag etwas vor. Aber eines Abends kam ein Fremdling daher und sagte dem Gnom, daß er ihm die klavierspielende Fensterbank abkaufen wollte.

Der Gnom aber war mit seiner klavierspielenden Fensterbank weiter gewachsen.  Und wollte deshalb seine klavierspielende Fensterbank um nichts auf der Welt hergeben.

Und so kam es dann auch, dass der Gnom seine Fensterbank  doch behalten konnte!

 

 

 

 

 

Die Geschichte von der tanzenden Palme!

 

Es stand einmal ein Haus im Wald. Dieses Haus hatte Verwandte, die in seiner Nähe standen. Eines Tages fanden sie es aber langweilig, nur herumzustehen, und nichts zu tun. Sie wußten aber auch nicht, wo sie hingehen sollten.Doch was soll man machen, wenn einem langweilig ist?

Die Häuser wußten es nicht. Als eine Stunde vorbei war, standen sie immer noch auf ihrem Platz und langweilten sich gar fürchterlich! Da kam der Waldhausonkel auf die Idee, dass sie doch in die Wüste gehen könnten! Erst gab es großes Gemurmel. Aber sie wurden sich bald darin einig, dass sie diesen Marsch ruhig wagen sollten.

Der Weg in die Wüste!

Der Weg war für Waldhäuser sehr anstrengend. Aber sie zogen los. Auf dem Weg dorthin erlebten sie viele Abenteuer! Das erste Abenteuer erlebten sie in der Schummelstraße! Sie stiegen gerade einen Hügel hinauf, als sich ihnen plötzlich ein Esel in den Weg stellte.

Das Waldhaus Eduard sagte: "Ich kann so schnell rennen, dass ich den Esel umlaufe. Dann wird der Esel schon von ganz allein freiwillig den Weg frei machen." Gesagt getan. Der Esel wurde von dem Waldhaus Eduard umgerannt und verschwand. Als dieser weg war, ging es weiter, über Hügel und Täler und durch Wälder und Felder.

Und ganz zum  Schluß zu allerletzt ging es auch noch durch das Gebüsch.

Auf einer Wiese stolperte Heinzel der kleinste von den Waldhäusern. Aber er kam auch ganz schnell wieder auf die Beine. Sie gingen weiter und trafen eine Laterne, die die Waldhäuser gerne begleitete.

Dazu kamen noch ein Baum und ein Strauch. Und dann ging ihr Weg auch erst richtig los.

Auf einem Baum saß eine Blaumeise, die auch gerne in die Wüste wollte! Als sie in der Wüste waren, trafen sie eine Palme.

Diese fragte sie gleich nach ihren Wünschen, und ob sie ihnen helfen könne. Als sie verneinten und ihr versicherten, dass sie nur auf einer Durchreise waren, fragte sie die Gruppe, ob sie hier nicht noch eine Weile bleiben, mit ihr ein bißchen spielen und ihr Gesellschaft leisten wollten. Sie sagten zu, und blieben da!

Die Palme konnte tanzen. Sie tanzte ihnen so lange etwas vor, bis sie nicht mehr konnte und sich lang legte. Deshalb liegen die Bäume auch manchmal ausgestreckt am Boden! Und die Reiseleute sahen zu.

Als die Palme aber nicht wieder hoch kam, wurde die Gesellschaft ein bißchen ängstlich. Denn sie wußte ja nicht, was sie machen sollte. Als die Palme dann plötzlich wieder vor ihnen zum stehen kam, waren sie doch etwas überrascht, denn damit hatte ja nun wirklich keiner gerechnet.

"Da seid ihr wohl platt was? Als ich auf der Erde lag, wußtet ihr doch nicht, was ihr machen solltet. Also dachte ich mir, ich nehme euch mal die Entscheidung ab. War das gut oder war das schlecht?" fragte die Palme plötzlich die perplexen Waldhäuser.

Diese fielen natürlich, wie soll es anders sein, wenn man eine Palme reden hört, aus allen Wolken. Auf den Wunsch der Waldhäuser hin, tanzte die Palme ihnen noch einmal etwas vor.

Und dieses mal paßten die Waldhäuser besonders gut auf ob die Palme nach ihrem Tanz wieder umfiel. Aber es geschah nichts dergleichen! Das konnten sie nicht verstehen. Und das Waldhaus Eduard war so sprachlos, dass es sich schon fast nicht mehr auf seinen kleinen Mauerbeinchen halten konnte. Als es dann aber merkte, dass es der Tatsache entsprach dass die Palme noch stand, wußte er, dass er nicht fallen muß. Also blieb er stehen.

 

Eines Tages lief eine Kastanie durch die Wüste und traf auf die Waldhausgruppe. Als die Kastanie die tanzende Palme sah, kriegte sie einen so großen Schreck, dass sie ins nächstbeste Gebüsch fiel, das sie finden konnte.

In der Zwischenzeit ging die Blaumeise mit der  Laterne spazieren. Von der anderen Seite kam eine Eiche daherstolziert. Als sie die Versammlung bemerkte, kriegte sie so einen großen Schreck, dass sie alles fallen ließ, was sie in ihren Armen hielt, selbst die Blätter fielen herab.

Auf einmal kam ein Lastwagen angefahren. Plötzlich rief die Eiche: "Wir haben Besuch! Wie lange ist die Gruppe denn schon hier?" fragend sah sie die Palme an. Die Palme sagte: "die sind vorgestern gekommen!"

Die Palme und die Eiche berieten gerade, wie sie es ihren Gästen am gemütlichsten machen konnten, als ihre Schwester, die Kastanie, zu ihnen kam." Kann ich euch irgendwie behilflich sein?"

Die Eiche und die Palme fuhren herum. Sie hatten die Kastanie gar nicht kommen hören und waren daher sehr überrascht, sie hinter ihnen wahrzunehmen. "Die Kastanie kann die Waldhäuser doch etwas beschäftigen. Oder was sagst du dazu, liebe Palme?" fragte die Eiche ihre jüngere Schwester.

Diese stimmte ihr zu. Sie sagte: "ich hatte es mir auch schon überlegt. Die Idee ist gar nicht mal so schlecht. Und verkehrt ist sie auch nicht. Ganz im Gegenteil. Die Idee ist sogar sehr gut. Wirklich!"

Als die Eiche das hörte, wußte sie nicht, was sie sagen sollte. Doch die Kastanie hatte zugehört und war sehr begeistert." Au fein. Das mache ich!" Sagte sie fröhlich. Da waren Palme und Eiche zufrieden. Sie freuten sich schon darauf zuzusehen, wie die Kastanie sich um die Waldhäuser kümmerte. Die Waldhäuser freuten sich ebenfalls.

Auf der Wiese der Wüste fing die Kastanie die Beschäftigung für die Waldhäuser an. Sie spielten also Federball, Handball, segelten und spielten Gesellschaftsspiele.

Plötzlich kam eine Familie durch die Wüste marschiert. Als sie die Waldhäuser sahen, blieben sie erst einmal stehen. Sie hatten noch nie in ihrem ganzen Leben auch nur ein Waldhaus gesehen. Und dass es auch noch spielende Waldhäuser gibt, wußten sie schon gar nicht.

Die Palme tanzte inzwischen ihren Schwestern etwas vor. Die Laterne und die Blaumeise steuerten gerade den Rückzug an, als sich ihnen plötzlich eine Gestalt in den Weg stellte. Als sie merkten, dass diese Gestalt einem Landarbeiter gehörte, war es bereits zu spät!

Der Landarbeiter war gerade dabei, den Hühnern ein paar Eier zu klauen, da passierte es. Die Erde unter ihm tat sich auf, und er fiel nach unten ins große Loch. Die Blaumeise und die Laterne sahen sich an.

Als die Laterne das sah, tickte diese ihre Freundin die Blaumeise an und diese sagte:" Ich glaube, dass er sich im Loch zurückziehen wollte." Aber die Laterne wollte das nicht so recht glauben. "Was ist, wenn das jetzt ein Erdrutsch war?

Kriegt irgend jemand ihn da je wieder raus?" fragte sie ihre Freundin ängstlich. Diese tröstete sie." Ich versichere dir, dass er da wieder heile herauskommt.
Was findest du an dem eigentlich so toll? Er hätte uns ja auch entführen, und unsere lieben Gastgeber mit einer Lösegeldforderung drohen können.
Es gibt solche Leute, die das so machen. Die geben dann eine Übergabe bekannt, und tauschen dann das Lösegeld gegen die Person!
Und dann auch unsere Freunde, die armen Waldhäuser. Die stehen ja tausende und abertausende Ängste aus. Nein, nein. Landarbeitern sollte man nie trauen. Vielleicht ist das ja auch eine Falle. Und wenn wir reingehen, dann schnappt sie zu.

Das ist gar nicht gut. Deshalb gehen wir auch gar nicht erst hinein. Denn dann kann sie gar nicht zuschnappen. Verstehst du das?" fragte die Blaumeise ihre Freundin, als sie endlich am Ende, ihres endlos, oder noch besser gesagt, ihres nicht enden wollenden Berichtes war.

Die Laterne wußte erst, als ihre fliegende Freundin ihr die ganze Lage geschildert und erklärt hatte, was überhaupt los war. Plötzlich kam ein zweiter Mann:"Achtung Laterne!" rief die Blaumeise ihrer Freundin der Laterne zu, "da kommt noch einer!"
Aber dieser Landarbeiter ging nur zufällig an ihnen vorbei. Die Blaumeise und die Laterne atmeten so erleichtert auf, dass sie sich erst einmal der Länge nach hinlegten. Doch das war nur die freudige Erleichterung. Sie kamen im Großen und Ganzen auch ganz schnell wieder hoch.

Dann stiegen sie einen Berg nach dem anderen hinauf. Als sie die Berge hinter sich gelassen hatten, traten sie auf die freie Landstraße hinaus. Als sie so dahergingen, stießen sie auf einen Hügel.

Da saß die Schwester der Laterne, die auf sie wartete. Sie wollten sich nämlich treffen, um den Weg in die Wüste gemeinsam zu gehen. Als sie dann auf dem Rückweg waren, trafen sie wieder einen Mann.
Doch dies Mal blieb nicht nur die ängstliche Laterne vor Staunen stehen, sondern auch die schlaue und kluge Blaumeise. "Dieser Mann ist ein Schornsteinfeger. Wer so einen sieht, hat mindestens einen ganzen Tag lang Glück. Das Glück ist jetzt zum Beispiel auf unserer Seite, weil wir einen Schornsteinfeger gesehen haben. Die bringen nämlich Glück.
Wenn man aber einem Landarbeiter begegnet, und einem danach kein Schornsteinfeger begegnet, kann man sein ganzes Leben lang ein ganz riesengroßes Pech haben. Eben noch hatten wir großes Pech, aber das Blatt hat sich relativ schnell gewendet."

Sie kamen gut voran. Sowohl die Bäume als auch die Waldhäuser waren erleichtert, als sie die Spaziergänger wohlbehalten wiederkommen sahen.

Seitdem führten sie ein schönes und erfolgreiches und glückliches Leben. Die Blaumeise, die Laternen und die Waldhäuser blieben in der Wüste, und die Palme tanzte ihnen weiterhin etwas vor.

Und so lebten sie lange froh und glücklich bis an ihr Ende!

                                                        

14.08.2006

 

 

 

Das Mäusegedicht

 

Es lebte eine Maus

In einem hübschen Haus!

Bloß kam sie nicht heraus!

So daß sie rief "Oh Graus!"

 

Da kam eine Biene,

Holte eine Gardine,

Packte sie an die Schiene,

Suchte eine Sardine,

Blickte zum Knauf

und machte das Haustürchen auf!

 

Hinter dem Ginster

War es sehr finster.

Die Maus, sie sagte: "Ach wie schade;

Gibt es denn keine Marmelade

Auf dieser kalten Promenade?"

 

 

WER NICHTS MEHR WEISS, MACHT OHNE SCHUSS

MIT DIESEM MÄUSEGEDICHT

SCHLUSS!

 

 

 

 

* * *

 ENDE